[Gastartikel] Nachhaltig Reisen – aber für Jedermann und jedes Budget?

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Unsere Gastautorin Evelyn Priesch von FRANGLE.org schreibt in ihrem Gastbeitrag über Möglichkeiten des nachhaltigen Reisens. Was bedeutet nachhaltiges Reisen denn überhaupt und wie lässt es sich verwirklichen?

Nachhaltig reisen – aber für Jedermann und jedes Budget?

Nachhaltiges Reisen, ein klingender Begriff. Was bedeutet nachhaltiges Reisen? So wenig wie möglich auf die bereiste Natur einzuwirken und ihr zu schaden, die Natur möglichst nah, intensiv und ursprünglich zu erleben, und sich der Kultur des bereisten Landes möglichst anzupassen. Wer möchte das nicht gerne? Aber gleich Ausgleichsabgabe für CO² Emissionen zahlen & Co ist auch nicht jedermanns Sache.

Wir haben uns auf die Suche gemacht, wie jeder einzelne von uns ohne viel Aufwand und Kosten seine Reise ein wenig nachhaltiger gestalten kann:

Flugzeug versus Pferdefuhrwerk

Macht weniger, dafür aber längere Flugreisen und verwendet so oft wie möglich öffentliche Verkehrsmittel, wenn ihr innerhalb eines Landes reist. Damit kommt ihr auch einfacher mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt. Die Gespräche ergeben sich dann von selbst.

Ich verstehe nur Spanisch

Lernt ein paar Wörter in der Landessprache. Die Leute freuen sich über ein etwas seltsam ausgeprochenes „Guten Tag, wie geht es dir?“

Zeit ist Gold

Nehmt euch Zeit zum längeren Verweilen, wenn es euch irgendwo besonders gefällt. Euer Reiseplan sollte nicht straff gefüllt sein, sondern noch ein wenig Zeit lassen um die besonderen Reize der Gegend erleben zu können.

Schont Ressourcen

In vielen Ländern sind Ressourcen knapp. Lasst eure Handtücher in den Hotels nur bei Bedarf tauschen, schaltet die Klimaanlage aus, wenn ihr den ganzen Tag nicht in eurem Zimmer seid und spart Wasser beim Duschen.

Betteln: wie damit umgehen?

Die Kluft zwischen arm und reich ist oft groß. Es gibt kein Patentrezept, wie man mit bettelnden Menschen umgehen soll. Kinder schwänzen allerdings oft die Schule um auf der Straße um ein paar Münzen zu bitten oder Dinge zu verkaufen. Sinnvoller ist es, Geld oder benötigte Sachgüter an Organisationen vor Ort zu geben, die damit Projekte für die lokale Bevölkerung umsetzen (>>schaut doch dafür vor eurer nächsten Reise bei www.FRANGLE.org rein)

Bikinitop & Co

Trotz heißer Temperaturen ist es oft nicht angebracht, allzu freizügig herumzulaufen. Besonders in Tempelanlagen, bei religiösen Umzügen und Festen sollte man sich den regionalen Gegebenheiten anpassen.

Schnappschüsse für zu Hause

Wenn ihr Menschen fotografiert, fragt nach, ob dies in Ordnung ist. Seid aber generell zurückhaltend bei Zeremonien und religiösen Festlichkeiten.

Welche Unterkunft ist die richtige?

Wählt landestypische Unterkünfte, wohnt bei privaten Anbietern und achtet, wenn möglich, auf die Arbeitsbedingungen in eurem Hotel. Die Einnahmen von internationalen Hotelketten landen meist bei Großkonzernen.

Mitbringsel und Märkte

Kauft einheimische Produkte bei der lokalen Bevölkerung. Gibt es denn Schöneres, als auf einem Markt herumzuspazieren, zu shoppen und gleichzeitig der einheimischen Bevölkerung zu helfen?

Fremdes mögen und Neues kennen lernen

Seid offen und neugierig für Neues und akzeptiert, dass manches in anderen Ländern unterschiedlich läuft. Zeigt Interesse und fragt einfach höflich nach den Eigenheiten.

Wieviel Trinkgeld geben?

Erkundigt euch, ob es in eurem Reiseland üblich ist, Trinkgelder zu geben und in welcher Höhe. Viele Angestellte haben nur einen geringen Grundgehalt und sind von Trinkgeldern abhängig.

Vorbereitung ist alles

Je besser ihr euch schon vorab über euer Reiseland informiert, desto besser lernt ihr das Leben vor Ort kennen. Je mehr ihr wisst, desto eher versteht ihr auch die Menschen und tappt in keine Fettnäppchen oder Touristenfallen.

Also, rein ins Vergnügen und viel Spaß bei eurer nächsten Reise!

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